Sonntag, 3. April 2011

Trip to Macau

Mein erstes Wochenende in Hongkong und wie geplant haben wir uns aufgemacht zu einem Tagesausflug nach Macau. Macau liegt westlich von Hongkong und ist mit der Fähre innerhalb einer Stunde zu erreichen, man spricht dort Portugiesisch (weil ehemalige portugiesische Kolonie), Kantonesisch und Mandarin. Es ist bekannt für seine vielen Casinos, da in Macao - im Gegensatz zu Hongkong - das Glücksspiel legal ist. Man kann es wohl ein bisschen mit Las Vegas vergleichen, denn es sieht eher aus wie eine künstlich erbaute Stadt und immer mehr Casinos aus Las Vegas eröffnen in Macau eine weitere Niederlassung.

Die Fahrt mit der Fähre kostet einfach ca. 15 Euro und ist mehr oder weniger angenehm. Man fühlt sich fast wie im Flugzeug, die Sitze sehen ähnlich aus, nur, dass es ein wenig holpriger zugeht. Je nachdem, wo man sitzt, schwankt die Fähre mehr oder weniger. Auf der Hinfahrt saßen wir unten (da sollte man nicht wirklich seekrank sein), auf dem Rückweg auf dem oberen Deck (hier hat man gar nichts vom Wellengang gespürt). Die Fähren sind allesamt sehr modern und komfortabel:


In Macau selbst muss man erst die Immigration durchlaufen, Bürger aus Deutschland brauchen allerdings kein Visum.

Macau hat viele Sehenswürdigkeiten, allerdings würde ich sagen, dass ein Tagesausflug völlig ausreicht. Wir hatten traumhaftes Wetter - an die 30 Grad und Sonnenschein. Überall sieht man die riesigen Gebäude der Casinos herausragen. Läuft man durch Macau, denkt man oft nicht, dass man sich in Asien befindet, weil viele Gebäude aus der Zeit der portugiesischen Kolonialzeit stammen.

Nachfolgend die bekanntesten Sehenswürdigkeiten:

Largo do Senado



Fassade der Kathedrale Sao Paolo (man sieht, ich werde langsam asiatisch :))



Der Macao-Tower



Natürlich gabs auch diesmal wieder was zu essen und zwar macaotypisch. Weiß zwar nicht, wie es heißt, aber es hat sehr sehr gut geschmeckt. Es handelt sich hierbei um mit Fleisch und Gemüse gefüllte Teigtaschen, die in einem Ofen innen an die Wand geklebt werden uns so gegart werden.




Als Nachtisch gabs dann noch eine Süßspeise mit Blätterteig - eine Art Eierspeise. Schmeckt himmlisch, mehr als eines kann man davon aber nicht essen. Was vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist, ist eine weitere Spezialität. Es handelt sich hierbei um ein getrocknetes mariniertes Fleisch, was sehr süß und herzhaft schmeckt. Wenns das in Deutschland geben würde, würde das neben Chips und Oliven mein Lieblingssnack werden ;)



Wenn man schon in Macau ist, muss man - wie schon erwähnt - auch ins Casino gehen. Wir haben uns für das pompöse Wynn entschieden (viel größer ist das Venetian, liegt aber auf einer anderen Insel von Macao). Natürlich m uss man auch einmal spielen, so hab ich 100 HKD (=10 Euro - das ist der Mindesteinsatz) in Chips gewechselt und einmal Roulette gespielt. Hab auf "rot" gesetzt und GEWONNEN, also 200 HKD zurückbekommen. Da ich eher weniger zur Spielsucht neige, hab ich es dabei belassen und mir somit mein Abendessen verdient :)

Hier sieht man einen Teil des riesigen Wynn-Casinos und noch ein paar andere Casinos im Hintergrund:




Nach einem anstrengenden, aber ereignisreichen Tag in Macau gings dann mit der Fähre zurück nach Hongkong (jetzt hab ich einen Macaustempel in meinem Pass - juhu :)) und zum Abendessen - Running Sushi (und nein - ich bin sicherlich jetzt nicht radioaktiv verstrahlt). Sushi ist in Hongkong wirklich superbillig, so haben wir uns jeweils für 8 Euro den Bauch vollgeschlagen und haben, glaub ich, 10 verschiedene Teller gehabt. (Keine Ahnung, warum sich das Bild nicht drehen lässt, aber man erkennt es ja trotzdem)


Damit war der Tag noch nicht GANZ zuende. Um 22.30 Uhr gings weiter ins Nachtleben, was in Hongkong zu meiner Überraschung wirklich sehr stark ausgeprägt ist. Standen auf der Gästeliste des "Hyde", ein RnB Club in Soho oder Central glaub ich (meine Orientierung hier lässt leider noch zu wünschen übrig). Um dort hinzugelangen, kann man die Mid-Levels Escalators benutzen - eine rieeeeeeeeesige Rolltreppe, die durch das komplette Viertel den Berg hochfährt.

Da vor 1 Uhr allerdings nichts los ist in den Clubs, sind wir vorher in die berühmte Straße Lan Kwai Fong gegangen, um mitten auf der Straße mit anderen Leuten zu feiern. Lan Kwai Fong ist eine riesige Straße mit einer Bar neben der nächsten und am Wochenende gnadenlos überfüllt. Man merkt aber, dass dies ein sehr westlich "besetztes" Gebiet ist, da man nur Weiße und kaum Asiaten sieht. Dafür war ich im Hyde-Club die einzige blonde Frau :)

Lan Kwai Fong:

Jetzt blicke ich auf einen total verrückten Abend zurück und weiß, dass das Münchner Nachtleben GAR NICHTS ist im Gegensatz zu dem in Hongkong. (Diesmal hat mich übrigens das Taxi bis vor die Haustüre gefahren - die Technik, dem Taxifahrer die Straße vorher auf der Karte zu zeigen, hat sich bewährt ;))
I love you CRAZY HONG KONG!

1 Kommentar:

  1. Was'n Glück, dass du nicht zur Spielerin geworden bist - da lob ich mir doch die "bodenständige" Erziehung deiner lieben Eltern, stimmt's?

    Gruß von Mama und Papa, die die letzten Kröten zusammenhalten

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