1. April - was für ein tolles Datum für den ersten Arbeitstag. War aber kein Aprilscherz wie sich rausstellte.
Heute morgen bin ich (nach einer weiteren schlaflosen Nacht) um 7 aufgestanden, die Arbeit beginnt um 8.30 Uhr. Mit der MTR (so nennt sich hier die Ubahn) ist es ein Katzenspruch von Causeway Bay nach Wan Chai zu meinem Arbeitsplatz. Die Ubahnen fahren morgens alle 60 Sekunden, sodass man nicht groß planen muss. Der gesamte Arbeitsweg beträgt ca. 15 Minuten von der Wohnung bis ins Büro, wenn man einigermaßen zügig läuft. Hierzu eine kleine Anmerkung. Asiaten (oder vielleicht nur Hongkonger?) laufen extrem langsam, sodass man ständig dazu neigt, jemandem in die Hacken zu treten.
Kurz zur MTR: Das ist wirklich ein ausgeklügeltes System und funktioniert super. Man zahlt eigentlich meistens mit der Octopus-Card (die man sicher hier als eine Art Prepaid-Karte kauft und überall Geld aufladen kann), hält sie kurz gegen die Durchgangsschranke und beim Verlassen der MTR Station wird die Karte wieder dran gehalten. Dort wird dann das Geld automatisch von der Ocotopus-Card abgebucht. In der MTR ist alles kinderleicht beschrieben, es gibt mehrere Linien, wie bei jeder deutschen Ubahn auch und je nachdem in welche Richtung man fährt, werden Pfeile angezeigt zur nächsten Station und ein Zeichen zeigt, ob man auf der richtigen Seite zum Ausgang steht oder die Seite wechseln muss. Ich hab noch nicht rausgefunden, ob es einen Schaffner gibt oder nicht - glaub aber nicht, weil sich alles so automatisch anhört. Der von einem Tonband abgespielten Satz "Please mind the gap" wird mich auch sicher bald im Schlaf verfolgen. Das Bild zeigt ein MTR Gleis, an dem echt wenig los ist. Heute nach Feierabend standen sogar Helfer da, die ein Stoppschild hochgehalten haben, weil nicht mehr Leute reingepasst haben. Dann wartet man halt 60 Sekunden auf die nächste...
Soviel zur MTR. Nun zu meinem Arbeitstag: Eines kann ich vorweg sagen - es war toll!!! Man fährt in sekundenschnelle in einem von oben bis unten verspiegelten Aufzug in den 29. Stock und kommt dann in den Bürokomplex von meiner Firma. Alles ist total edel und modern. Ich wurde sehr herzlich begrüßt (von einer Hongkongerin, die in Bonn geboren ist und demnach auch Deutsch spricht) und hab eine kleine Einführung bekommen. Was mich total beeindruckt hat (weil ich es von München und anderen Firmen nicht kenne) ist die Tatsache, dass man sich hier sehr um das Wohl der Mitarbeiter sorgt. So gibt es Folgendes for free: Heißes und kaltes Trinkwasser, drei verschiedene Teesorten, zehn verschiedene Kaffeesorten aus einer Nescafé-Padmaschine, Zucker, Milch, Getränke in Dosen in ca. 10 verschiedenen Sorten und jeden Montag wird Obst für die Mitarbeiter bereitgestellt. Da kann man sich schon wohl fühlen. Hab auch gleich einen festen Arbeitsplatz bekommen neben einer sehr netten Hongkongerin aus dem Einkauf (ich sitz übrigens mitten in der IT-Abteilung... arbeite aber für HR). Laptop und Telefon wurden eingerichtet und es konnte losgehen. Habe dann eine Checkliste mit meinem zukünftigen Aufgaben bekommen und werde viel zu tun haben. Ich hab lieber mehr als zu wenig zu tun, doch wurde ich etwas gebremst mit den Worten "Relax, enjoy your stay for the next five months!" OK =) Alle haben sich sehr um mich gekümmert und waren besorgt, ob ich denn auch die letzten paar Tage etwas zu tun gehabt hätte und wüsste, wo ein Supermarkt ist und was eine Octopus-Card sei und so weiter und so fort.... Als ich ihnen mitteilte, was ich schon alles gemacht hab und dass ich bestens versorgt sei und über Ostern plane, nach Yangshuo in China zu fahren, haben alle etwas überrascht drein geschaut. No worries - I am fine!
Zum Mittag wurde ich dann ausgeführt in ein Dim Sum Restaurant... again! Und es war einfach das ALLERBESTE Essen, was ich bisher in meinem Leben hatte. Um Welten besser als das gestern und einfach himmlisch. Kann es nicht mit Worten beschreiben, nur mal wieder ein Bild zeigen:
Ich liebe außerdem dieses grüne Gemüse, keine Ahnung, was das ist, gibts auf jeden Fall in Deutschland nicht. Man isst es zusammen mit Sojasoße.
So ging der Tag recht fix rum, Arbeitsende ist um 17.30 Uhr... eine Stechuhr gibts übrigens nicht!
Kaum daheim angekommen, gings schon wieder weiter zum Dinner mit Claudia und Alan. Geplant war eigentlich japanisch, haben uns dann aber doch für kantonesisches Essen entschieden. Wieder mal SEHR local, aber echt gut. Einige Dinge sehen allerdings wirklich gewöhnungsbedürftig aus. Für mich gabs Won Ton Suppe mit Nudeln. Da drin sind Teigtaschen mit Shrimps und Pilzen gefüllt. Die anderen beiden haben ein Fleischgericht gewählt mit Reis. Schwein in einer sehr süßen BBQ Soße... auch ein neuer Geschmack für mich, aber auch lecker.
Ob man allerdings wirklich als Tourist dieses Restaurant besuchen würde? Ich weiß nicht so recht.... Folgendes sieht man von draußen:
Mein Tag ist für heute zu Ende. Muss mal versuchen, ein bisschen zu schlafen und morgen gehts nach MACAU!!!!
Eine Sache noch zum Schluss: Am Haus gegenüber ist eine ganz tolle riesige LED-Werbetafel aufgehängt, die den ganzen Tag bis in die Nacht hinein kleine Werbefilmchen abspielt mit IMMER der selben Musik und dem selben Gelaber. Ich bin mal gespannt, wann ich das nachsprechen und mitsummen kann. In diesem Sinne.... Gute Nacht!
Heute morgen bin ich (nach einer weiteren schlaflosen Nacht) um 7 aufgestanden, die Arbeit beginnt um 8.30 Uhr. Mit der MTR (so nennt sich hier die Ubahn) ist es ein Katzenspruch von Causeway Bay nach Wan Chai zu meinem Arbeitsplatz. Die Ubahnen fahren morgens alle 60 Sekunden, sodass man nicht groß planen muss. Der gesamte Arbeitsweg beträgt ca. 15 Minuten von der Wohnung bis ins Büro, wenn man einigermaßen zügig läuft. Hierzu eine kleine Anmerkung. Asiaten (oder vielleicht nur Hongkonger?) laufen extrem langsam, sodass man ständig dazu neigt, jemandem in die Hacken zu treten.
Kurz zur MTR: Das ist wirklich ein ausgeklügeltes System und funktioniert super. Man zahlt eigentlich meistens mit der Octopus-Card (die man sicher hier als eine Art Prepaid-Karte kauft und überall Geld aufladen kann), hält sie kurz gegen die Durchgangsschranke und beim Verlassen der MTR Station wird die Karte wieder dran gehalten. Dort wird dann das Geld automatisch von der Ocotopus-Card abgebucht. In der MTR ist alles kinderleicht beschrieben, es gibt mehrere Linien, wie bei jeder deutschen Ubahn auch und je nachdem in welche Richtung man fährt, werden Pfeile angezeigt zur nächsten Station und ein Zeichen zeigt, ob man auf der richtigen Seite zum Ausgang steht oder die Seite wechseln muss. Ich hab noch nicht rausgefunden, ob es einen Schaffner gibt oder nicht - glaub aber nicht, weil sich alles so automatisch anhört. Der von einem Tonband abgespielten Satz "Please mind the gap" wird mich auch sicher bald im Schlaf verfolgen. Das Bild zeigt ein MTR Gleis, an dem echt wenig los ist. Heute nach Feierabend standen sogar Helfer da, die ein Stoppschild hochgehalten haben, weil nicht mehr Leute reingepasst haben. Dann wartet man halt 60 Sekunden auf die nächste...
Soviel zur MTR. Nun zu meinem Arbeitstag: Eines kann ich vorweg sagen - es war toll!!! Man fährt in sekundenschnelle in einem von oben bis unten verspiegelten Aufzug in den 29. Stock und kommt dann in den Bürokomplex von meiner Firma. Alles ist total edel und modern. Ich wurde sehr herzlich begrüßt (von einer Hongkongerin, die in Bonn geboren ist und demnach auch Deutsch spricht) und hab eine kleine Einführung bekommen. Was mich total beeindruckt hat (weil ich es von München und anderen Firmen nicht kenne) ist die Tatsache, dass man sich hier sehr um das Wohl der Mitarbeiter sorgt. So gibt es Folgendes for free: Heißes und kaltes Trinkwasser, drei verschiedene Teesorten, zehn verschiedene Kaffeesorten aus einer Nescafé-Padmaschine, Zucker, Milch, Getränke in Dosen in ca. 10 verschiedenen Sorten und jeden Montag wird Obst für die Mitarbeiter bereitgestellt. Da kann man sich schon wohl fühlen. Hab auch gleich einen festen Arbeitsplatz bekommen neben einer sehr netten Hongkongerin aus dem Einkauf (ich sitz übrigens mitten in der IT-Abteilung... arbeite aber für HR). Laptop und Telefon wurden eingerichtet und es konnte losgehen. Habe dann eine Checkliste mit meinem zukünftigen Aufgaben bekommen und werde viel zu tun haben. Ich hab lieber mehr als zu wenig zu tun, doch wurde ich etwas gebremst mit den Worten "Relax, enjoy your stay for the next five months!" OK =) Alle haben sich sehr um mich gekümmert und waren besorgt, ob ich denn auch die letzten paar Tage etwas zu tun gehabt hätte und wüsste, wo ein Supermarkt ist und was eine Octopus-Card sei und so weiter und so fort.... Als ich ihnen mitteilte, was ich schon alles gemacht hab und dass ich bestens versorgt sei und über Ostern plane, nach Yangshuo in China zu fahren, haben alle etwas überrascht drein geschaut. No worries - I am fine!
Zum Mittag wurde ich dann ausgeführt in ein Dim Sum Restaurant... again! Und es war einfach das ALLERBESTE Essen, was ich bisher in meinem Leben hatte. Um Welten besser als das gestern und einfach himmlisch. Kann es nicht mit Worten beschreiben, nur mal wieder ein Bild zeigen:
Ich liebe außerdem dieses grüne Gemüse, keine Ahnung, was das ist, gibts auf jeden Fall in Deutschland nicht. Man isst es zusammen mit Sojasoße.
So ging der Tag recht fix rum, Arbeitsende ist um 17.30 Uhr... eine Stechuhr gibts übrigens nicht!
Kaum daheim angekommen, gings schon wieder weiter zum Dinner mit Claudia und Alan. Geplant war eigentlich japanisch, haben uns dann aber doch für kantonesisches Essen entschieden. Wieder mal SEHR local, aber echt gut. Einige Dinge sehen allerdings wirklich gewöhnungsbedürftig aus. Für mich gabs Won Ton Suppe mit Nudeln. Da drin sind Teigtaschen mit Shrimps und Pilzen gefüllt. Die anderen beiden haben ein Fleischgericht gewählt mit Reis. Schwein in einer sehr süßen BBQ Soße... auch ein neuer Geschmack für mich, aber auch lecker.
Ob man allerdings wirklich als Tourist dieses Restaurant besuchen würde? Ich weiß nicht so recht.... Folgendes sieht man von draußen:
Mein Tag ist für heute zu Ende. Muss mal versuchen, ein bisschen zu schlafen und morgen gehts nach MACAU!!!!
Eine Sache noch zum Schluss: Am Haus gegenüber ist eine ganz tolle riesige LED-Werbetafel aufgehängt, die den ganzen Tag bis in die Nacht hinein kleine Werbefilmchen abspielt mit IMMER der selben Musik und dem selben Gelaber. Ich bin mal gespannt, wann ich das nachsprechen und mitsummen kann. In diesem Sinne.... Gute Nacht!
das grüne Gemüse kenn ich und fands auch super lecker, leider habe ich auch nicht rausgefunden was es genau ist ;)
AntwortenLöschenMir läuft das Wasser im Mund zusammen,wenn ich an das einzige Gericht denke, das ich kochen kann, nämlich Spaghetti mit Hackfleichsauce (meine Familie muss das schon 27 Jahre lang etwa 1x in der Woche essen).
AntwortenLöschenDa wurde es echt Zeit, dass wenigstens eins meiner drei Kinder mal merkt, dass es auch was anderes in der großen, weiten Gourmet-Welt gibt.
Hau rein!
Deine Mama
Es scheint wirklich traumhaft zu sein! Ich beneide dich! Hab ganz viel Spaß und denk an meine Karte ;)
AntwortenLöschenLiebste Grüße aus dem sonnigen Bremen
Sandra